Apple vs. USA – Darf die Regierung das iPhone knacken?

Vor einigen Monaten kam ein Streit auf – Darf die US-Regierung darauf bestehen, Hilfe beim Knacken des iPhone zu erhalten? Der Streit ist ein fester Bestandteil in den sensiblen amerikanischen Sicherheitsbestimmungen rund um die Angst vor Terrorismus. Die Forderung, dass jeder Softwareentwickler ein Backdoor, eine Hintertür für Geheimdienste einbauen soll, besteht schon länger. Was steckt hinter der Forderung der Regierung? Ist das iPhone für Hacker unknackbar?

Langer Streit um Daten

iPhone ist sich seiner Systeme sicher: Mit jedem neuen iPhone wird ein hoher Betrag für die erste Person ausgeschüttet, die in der Lage ist, das Sicherheitssystem des Mobiltelefons zu umgehen. Den IT- und Softwarespezialisten der US-Regierung war dies wohl nicht Ansporn genug: Man forderte, alle technischen Geräte für die Regierung zugänglich zu machen – über eine Hintertür. Apple und andere Hersteller stellten sich dagegen, schließlich sind es die Kunden, für die man ein Produkt herstellt und um deren Datensicherheit man besorgt ist.

Streit vor Gericht

Die US Regierung wollte Apple verklagen, erzwingen, dass die Hintertür eingerichtet wird, um die eigenen Ermittlungen leichter zu gestalten und viel Zeit zu sparen. Moderen Systeme und Passwörter sind in der Regel zu entschlüsseln, umso besser das System, umso länger dauert es. Erfolgreiche Verschlüsselungen wie bei Apple sollten dabei für die Ewigkeit halten: Wird ein System geknackt und der Hacker nimmt die ausgelobte Belohnung dafür mit, kennt Apple nun die Sicherheitslücke und kann diese direkt wieder schließen – das System wird immer sicherer.

Ende März – Außergerichtliche Einigung, ganz ungewollt

Ende März 2016 gab die Regierung bekannt, das iPhone eines toten Terroristen gehackt zu haben. Mehr wurde in der Aussage kaum bekannt. Allgemein wird nun in Frage gestellt, dass die US-Regierung eine Sicherheitslücke im iPhone gefunden hat, welche das Ausspionieren aller Besitzer ermöglichte. Viel wahrscheinlicher ist die Möglichkeit, dass ein Passwortemulator an das iPhone gekoppelt wurde, welcher nach und nach verschiedene Passwörter simulierte – was nach einer gewissen Zeit immer zum Erfolg führte. Die aktuellste und beste Form der Verschlüsselung sind so genannte Diced Passwords: Diese gewürfelten Passwörter sind auch mit modernen Emulatoren erst nach einigen hundert Jahren knackbar.

Das könnte auch interessant sein...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.